Gepäckfahrt über Ostern auf Diemel und Weser 1995

Veröffentlicht: 31. Dezember 1995

Ostern ist meistens die erste Gelegenheit im Jahr für eine längere Paddeltour. Ganz gegen die GOC-Gewohnheit, der ja eigentlich mehr auf den südlichen Gewässern sein Unwesen treibt, haben wir mit einer kleinen Gruppe in einer 2-Tagestour die Diemel mit anschließenden Tagesfahrt auf der Weser befahren.

Die Diemel entspringt im Sauerland, durchquert dann den Diemelstausee und mündet schließlich im südlichen Weserbergland bei Bad Karlshafen in die Weser. Startpunkt war Warburg wegen der sicheren Befahrbarkeit. Der Kanuclub in Warburg bietet sodem eine gute Zeltmöglichkeit. Bei herrlichem Sonnenschein führte uns unsere erste Etappe bis Trendelburg. Da die Ufer der Diemel zum Teil unter Naturschutz stehen und das Angebot anb Campinglätzen und Bootshäusern recht groß ist, übernachteten wir auch hier auf dem Campingplatz. Nach einer kühlen Nacht ging es dann bei immer noch stabilem Wetter weiter Flußabwärts Richtung Mündung. Bei unserer Fahrt stellten wir fest, daß die Diemel nicht nur einige Wehre hat, sondern daß einige auch sehr unangenehm zu umtragen sind. Ein Wehr hat mich eher an einen Hürden-Cross-Lauf erinnert, als an eine Umtragestelle. Aber es gib auch Paddler-freundliche Dinge von den Diemelwehren zu berichtigen. An einem Wehr z.B.wurde für uns und eine kleine Kajakgruppe die Schleuse geöffnet, damit wir mit ausreichend Wasser unter dem Kiel unsere Fahrt fortsetzten konnten.

Die Diemel hat sich uns es ein schöner Wanderfluß gezeigt: reizvolle Landschaft, keine großen Schwierigkeiten, aber trotzdem recht flotte Abschnitte und einige Schwelle und Spielstellen.

Nach einer kalten und verregneten Nacht in Bad Karlshafen machten wir uns motiviert durch den Spruch einer Zeltpaltz-Nachbarin "In unserem Alter (Zitat: mit zwanzig) könnte man ja solche Fahrten noch unternehmen" wieder auf den Weg. Die Weser ist schon erheblich breiter und bei Gegenwind mußten wir uns ziemlich abquälen. Zu unserm Glück flaute der Wind immer wieder ab und so genossen wir treibend auf der gut strömenden Weser den Tag. Es wurde viel erzählt und gelacht und spielend schafften wir Kilometer um Kilometer. Ende unserer Fahrt war Holzminden. Hier stellten wir nochmals die Zelte auf, schickten einen Teil der Gruppe mit der Bahn die Autos holen und bereiteten ein großzügen Abschlußessen.

Am nächsten Morgen wurden wir durch Schneeflocken geweckt, die laut auf die Zeltplanen fielen. Vom Wettereinbruch angetrieben packten wir kurzer Hand alles zusammen und beendeten unsere Ausfahrt mit einem guten Früstückxk in einem Holzmindener Gasthaus.

Für mich war die Osterausfahrt ein gelungener Auftakt in die Paddelsaison und ich freue mich schon auf die nächsten Fahrten.

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