Spritzige Wanderfahrt auf der Isar 2001

Veröffentlicht: 31. Dezember 2001

Als wir (Herbert, Steffen und ich) am Freitagabend auf dem Jugendzeltplatz ankamen, konnten wir gleich die uns bekannten aber spärlich erschienen GOC-Mitglieder begrüßen. Ralf mit Eltern und Hund, Georg, Wolfgang mit Dagmar und Dieter. Dann wurde es schon schwieriger, denn die Ausfahrt wurde mit Christian Löhnert zusammen veranstaltet, der dem Münchner Paddelblatt angehört und da kannten wir nämlich niemanden. Die Unterhaltung war nach anfänglichem Beschnuppern jedoch nett und es wurde unter einigen Schwierigkeiten eine komplizierte Mitfahr- und Bootverladeliste für den nächsten Tag erstellt.

Der Einstiegkein Wasser mehr!Wir wollten das schöne aber selten befahrbare obere Stück der Isar befahren, da diesmal der Wasserstand laut der ansässigen Münchner wohl ausreichte. Zuerst war der Pegel perfekt. Bei strahlendem Sonnenschein ging`s los, wir machten hie und da eine Foto- oder Müsliriegelpause und paddelten fröhlich vor uns hin. Der Oberlauf besitzt ein sehr breites Flußbett, welches sich an vielen Stellen zu kleinen Meandern teilt. Da muß man schon aufpassen, welche Abzweigung man wählt, sie kann rasch in einer Sackgasse enden. Das traf jedoch bald für jeden eingeschlagenen Weg zu. Die Canadier mußten treideln und als selbst wir C1-ler unsere Kanus schieben und dann sogar tragen mußten kam uns die plötzliche Wasserknappheit doch sehr seltsam vor. Also ließen wir die Kanus vorerst zurück und untersuchten das Bachbett in seiner gesamten Breite nach Wasser. Doch selbst einen guten Kilometer weiter war noch kein Tropfen zu finden. Also beschlossen wir die Kanus wieder hochzutreideln, die Autos zu holen und an die gewöhnliche Isarstrecke umzusetzen. Mit treideln war nur leider nichts. Die kleinen Schneisen, die kurz zuvor noch reichlich Wasser geführt hatten waren leer. Man konnte dem Wasser regelrecht beim Verschwinden zusehen. Also erst mühsam ein Stück tragen und treideln und nachdem wir endlich wieder fahrbare Untersätze hatten, setzten wir die Kanus in wasserreichere Gegenden um.

Abends am Lagerfeuer wurde noch lange gerätselt, wer uns da wohl so plötzlich das Wasser abgedreht hatte.

Am zweiten Tag hatte wir auf unserer Fahrt zum Bruckenfischer in Schäfftlahn viel spritziges Wasser. An beiden Tagen hatten wir herrliches Wetter und so wird die Fahrt in guter Erinnerung bleiben.

von Andrea Remmele

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