Schöne Boote ham mr´02

Veröffentlicht: 31. Dezember 2002

Nachdem Familie Greiner-Petter und wir uns auf der Autobahnraststätte wie verabredet getroffen hatten, stießen wir beim Verlassen des Rastplatzes auf einen alten, weißen Kastenwagen mit einem verdächtig schweinchenrosa Canadier auf dem Dach. Der Wagen wurde von allen Seiten inspiziert und nachdem durch Kanumagazine mit Adressaufkleber eindeutig festgestellt wurde, dass Jürgen Klebsattel da drin süß träumte, waren wir nicht mehr aufzuhalten. Energisch klopften wir ans Seitenfenster und das morgens um fünf. Ein reichlich verschlafen aussehender Jürgen freute sich dennoch uns hier zu treffen. Er war gerade zur Ausfahrt von Thomas an die Loissach unterwegs.

Surf CityDa wir nun im Leute aufwecken schon mal Übung hatten, machten wir gegen neun auf dem Campingplatz am Vorderrhein damit weiter. Hier wurden wir allerdings nicht so freundlich begrüßt, denn beim ersten einschlagen der Häringe flog ziemlich zielgenau Feuerholz aus Siggi und Lothars Zelt. Nach einem kräftigen Frühstück ging es dann gleich los auf den Bach. Zum Einpaddeln erst mal das untere Stück. Dabei zeigten uns Lothar und Siggi ganz begeistert ihre neuen Kanus mit den Worten: „Schöne Boote ham mr.“ Danach wurde erst mal der selbstgebackene Kuchen niedergemacht. Natürlich beschäftigten wir extreme surfing uns auch ausgiebig mit dem oberen Stück des Vorderrheins. Die eigens engagierte fotografische Begleitung (Herbert) erfolgte jedoch nicht im Boot sondern im Laufschritt vom Wehr nach Surf City zu Fuß (da Auto verboten). Also mussten wir gaaanz langsam paddeln, also eher permanent bremsen, während man zwischen den Bäumen immer eine grüne Jacke flitzen sah. Belohnt wurden wir dafür mit sehr schönen Aufnahmen. Besonders Lennarts und Siggis „Versuch“ in Surf City mit dem Canadier zu kerzen. Wie sie die Badewanne dann noch ohne zu kippen ans Ufer brachten war mir ein Rätsel. Es gibt auch Fotos von schönen Booten, welche man jedoch vor lauter Wasser kaum sehen kann. Überhaupt waren „die schönen Boote“ das wichtigste an dieser Ausfahrt. Sie mussten mindestens alle zwei Stunden begutachtet und gelobt werden und beim Kaffee wurde heftig diskutiert, ob man das Risiko eingehen könne, sie nachts draußen zu lassen, oder ob man sie nicht doch lieber mit in den Schlafsack nehmen sollte.

Alles in allem: Eine sehr schöne Ausfahrt, mit sehr schönem Wetter und natürlich sehr schönen Booten!

am LechP.S. An der Lechausfahrt konnte nur eines der schönen Boote teilnehmen (deshalb war laut Lothar alles auch nur halb so schön). Da keine Verstärkung zu erwarten war wurde dieses Boot auch gleich entehrt und als schöne Fußablage genutzt. Lothars verzweifelte Aktion mit Jonas „Bewirf` die mal mit dem nassen Schwamm“ (keine Reaktion) „Ich kauf` dir da vorne ein Eis“ endete zwar mit einer großen Schwamm-Schlacht, aber für das belagerte Boot brachte es nicht den gewünschten Erfolg. Jonas hat übrigens auch nur Lothar beworfen, nicht uns!

von Andrea Remmele

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