Die Fallquote´05

Veröffentlicht: 31. Januar 2006

Die diesjährige Ausfahrt fand wieder unter Stefans Herrschaft statt, da er sich letztes Jahr über mangelnde Organisationskompetenzen, schlechtes Wetter und zuviel Wasser beschwerte. Der Neid muss ihm Recht geben, das Wetter war eitel Sonnenschein, der Wasserstand perfekt, aber irgendetwas fehlte trotzdem!? Ach ja, die Paddelkameraden!!!

Da war Stefan mit Daggi und dem immer munteren nicht müde zu kriegenden Jonas. Antje und Johannes, die ewig jammernd über den Lech und ihr wildwasserunfreundliches Boot sinierten, nur um nach einer Kopfwäsche von Stefan und einiger Herumprobierei festzustellen, dass nur die Paddeltechnik verbessert werden muss. Andrea und Steffen, diesmal nur im Atom vertreten, da einer auf das neue Haustierchen aufpassen sollte. Außerdem noch Holger und Sandra, die sich den GOC mal anschauen wollten und dieses Wochenende gleich auf Herz und Nieren geprüft wurden. Wir stellten fest: Holger ist ein toller Spüler, zum Lästern sind sich beide auch nicht zu schade und dumme Sprüche haben sie auch schon drauf. Kurzum: ein paar Tage nach der Ausfahrt kam die Festanmeldung. Und nicht zu vergessen, Klaus, der ja aber eigentlich gar nicht da war, weil er sich beim Ausfahrtenleiter nicht angemeldet hatte. Alles in allem sehr spärlich. So etwas hätte es zu seiner Präsidentenzeit nicht gegeben, wie Stefan immer betonte!

Die FALLquote:
Die neuen Mitglieder, Steffen und Klaus: trocken.
Antje und Johannes: 1 Reinfaller direkt unter der Häselgärer Brücke. Die zwei brauchen das wahrscheinlich. Die Wurfsackaktion von Steffen ging voll daneben, weil Johannes sich der Betrachtung der Gegend hingab, schließlich sieht der Lech schwimmend ganz anders aus als vom Boot aus. Dabei hat Antje wohl zuviel Wasser geschluckt, aber dazu später mehr. Völlig unverständlich für die restlichen Beteiligten zerrten sie das Boot und die Tonnen den Abhang hinauf und trugen es (bzw. mit Auto) zum Campingplatz zurück. Stefan und ich waren uns einig, lieber wären wir den restlichen Weg bis zur Steinplatte geschwommen!
Stefan: 2 Schwimmer!!! Obwohl geschwommen ist er ja eigentlich nicht, beides mal lag er im Kehrwasser, einmal sogar völlig unautorisiert direkt neben einem Kajak!!!
Die Paddelbegeisterung ließ dann etwas zu wünschen übrig.

Da kam Volker mit seiner Surftüre. Stefan würde davon nun schon jahrelang reden, jetzt wäre der richtige Wasserstand dafür. Und das funktioniert so: man nehme eine etwas modifizierte Holztüre, binde sie mit einem Seil an einem Baum am Ufer und los geht der Surfspaß. Also: alter und neuer Präsident rein in die Neokluft, Johannes bewaffnet mit Wurfsack der Rest mit Fotoapparat wie die Paparazzi hinterher. Sehr einschüchterndes Ergebnis, weil Volker auf der Surftür natürlich eine saugute Figur macht. Aber der übt ja auch schon, seit er ein Dreikäsehoch war. Und dann Steffen, ein absolutes Naturtalent wie in den meisten Dingen. Natürlich hat sein geringeres Gewicht Stefan gegenüber einen enormen Vorteil. Masse ist schließlich träge. Aber nichtsdestotrotz Stefan stand in voller Größe auf der Tür! Seinen plötzlichen Ruf „Wurfsack, Wurfsack!“ haben wir anfangs nicht so ganz verstanden. Erst als er dann einen Hechter in den Lech machte, leuchtete uns ein, was er meinte. Johannes ist in dieser Beziehung ein Supertreffer! Die Sache war so spaßig, dass Volker nachmittags noch mal kam. Nun wollte er auch uns Mädels surfen sehen. Daggi hatte die beste Ausrede: Neopren war zu Hause. Ich sagt, ich würde nur mitmachen, wenn Antje auch auf die Tür stand. Natürlich in vollem Vertrauen darauf, dass Antje so was nie machen würde! Aber Antje hatte sich entweder beim Reinfallen den Kopf gestoßen oder zuviel Lechwasser geschluckt. Jedenfalls wollte sie unbedingt und ging sich auch gleich umziehen. Was nun? Rückzieher war mir nun nicht mehr möglich, also rein in den Neo. Wir waren aber clever und arbeiteten mit psychologischen Tricks. Festangeseilt an der Schwimmweste ging`s los. Gleich beim ersten Versuch stand Antje auf und winkte uns auch noch munter zu! Soviel zu weiblichem Zusammenhalt!
Macht aber echt Spaß, wir konnten gar nicht genug bekommen. Wenn man eine Weile surft und steigt anschließend von der Tür, geht man wie auf Glasmurmeln oder wie nach zuviel Karussellfahren.
Und schließlich kam es, wie es kommen musste: ziemlich weit draußen im Lech fehlte mir plötzlich der Kontakt zur unteren Fußleiste und ich entschied mich dann doch für den Sprung ins Nasse. Wie sagt man: Hochmut kommt stets vor dem Fall!

von Andrea Remmele

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