Ostereiersuche an der Semois, oder Sommerferien im April ´07

Veröffentlicht: 06. November 2007

Nach dem Bernd und Ute in GOC-Heft verkündeten:
„ Belgien ist näher als ihr denkt. und „die Ostereier wären dort bunter als anderswo“, gab es für uns eigentlich keine Diskussion, wir fahren Ostern nach Belgien. Eine Woche Urlaub wurde fest eingeplant, also ob wir es geahnt hätten….., Aber der Reihe nach.
Am Karfreitag starteten wir morgens Richtung Belgien. Über Straßburg, Metz und Luxemburg hatten wir bald Belgien und das Städtchen Betrix erreicht. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Zeltplatz in Auby sur Semois. Wer aber dort einmal vom rechten Weg abkommt findet ihn so schnell nicht wieder. So dauerte es dann doch noch einige Zeit bis wir am Zeltplatz ankamen.
Dort standen bereits zahlreiche Zelte und auch wir hatten uns bald niedergelassen. Am Himmel herrschte dazu eitel Sonneschein, so wurden bereits kurze Hosen und Sonnencreme vermisst. Ein Mangel der in den nächsten Tagen noch oft beklagt wurde. Das Lager wuchs und wuchs. Bis zum Abend wurden 25 Erwachsene und 26 Kinder gezählt. Ich glaube Bernd und Ute fühlten sich etwas wie der berühmte Zauberlehrling, mit einer so großen Resonanz haben die beiden wohl doch nicht gerechnet. Für uns als „Neulinge“ beim GOC war anfangs die Zuordnung von Namen und Gesichtern noch etwas schwierig. Aber selbst dies gab sich nach und nach und wir lernten viele sehr nette Leute kennen, und ein paar bereits bekannte Gesichter waren ja auch dabei.
Am Ostersamstag starteten dann alle zur ersten Tour. Die Boote wurden zunächst Flussaufwärts nach Mortehan befördert. Von dort ging es mit den Kanus rund 10Km Flussabwärts zurück zum Zeltplatz.
Die Semois schlängelt sich auf diesem Abschnitt recht munter durchs Tal. Zahlreiche kleine Kehrwässerchen luden zu spielen ein. Vor allzu große Herausforderungen stellte uns der Bach aber nicht. Imposant anzusehen war immer wieder die große Zahl der Boote.
Waren morgens die meisten noch mit warmen Pullis und Jacken gestartet, gab es bis zum Mittag immer mehr Paddler in T-Shirts zu sehen. Die Frühlingssonne wurde von allen genossen.
Nach halber Strecke wurde auf einer etwas sumpfigen Wiese Mittagsrast gemacht. Schnell wurden dort von den Kindern einige Wasserlöcher mit Froschleich und Kaulquappen entdeckt. Nach einer kurzen Stärkung ging es dann flott weiter so dass wir am Nachmittag bald unsere Zelte erreichten. Zurück im Camp wurde geschäftig gewerkelt, gekocht, gespielt und nicht umsonst, Feuerholz gesammelt.
Abends wurde es schnell kühl, so dass sich der Kreis ums Lagerfeuer bald schloss. Es wurde lange erzählt, Freundschaften geknüpft, Chips und Wein getauscht. Dementsprechend wurde morgens gerne etwas länger geschlafen. Länger Schlafen bedeutete zudem, der Sonne mehr Zeit zu lassen, um für angenehme Temperaturen, fürs Frühstück im Freien zu sorgen.
Am Ostersonntag hieß es aber doch zeitig aufstehen, wir wollten ja zur Eiersuche. Dank unseres Öfchens im Zelt war auch das kein Problem, im Nu war’s gemütlich warm. Christian und Silvi aus dem Nachbarzelt, ohne Ofen, kamen zum Frühstück rüber und brachten leckere Leberwurst mit. So ergänzte sich das eine mit dem anderen.
So gegen 11:00 Uhr ging’s dann los zur Fahrt, flussabwärts auf die Osterinseln. Nach wenigen Kilometern hatten wir diese auch schnell erreicht. Groß und Klein durchkämmte sofort eifrig die Insel. Lange suchen musste keiner, der Osterhase hatte die Insel großzügig mit Nestern für alle bestückt. Nach der großen Eiersuche ging es ein Stück weiter Flussabwärts, bis eine große Wiese, direkt hinter einer Brücke zur Mittagsrast in der Sonne einlud.
Danach ging es weiter bis zu unserer Aussatzstelle, einem Wanderparkplatz ca. 2Km unterhalb von Dohan. Paddeltechnisch war auch dieser Tag keine große Herausforderung, die Etapen waren nicht allzu lang, und wir hatten alle sichtlich viel Spaß. Eine gelungene Familienfahrt !
An der Stelle in großes Dankeschön an Bernd und Ute !!
Schnell wurde im Anschluss, der übliche Autocorso veranstaltet um alle Paddler und Boote wieder zum Zeltplatz zu befördern.
Zurück am Zeltplatz kam dann die Gelegenheit für unsere Tochter Marie, einmal selber im Kajak zu paddeln. Ein tolles Erlebnis, das Kind ist jetzt wohl vom Paddelvirus befallen.
Abends wurde nochmals ums Feuer gesessen. Für die Kinder gab es sogar selbstgemachtes Popcorn. Für die großen gab es r die typischen Leckereien.
Der Ostermontag war für ein Teil der Gruppe schon wieder Heimreisetag, manche blieben noch ein paar Tage länger. So auch wir, insgesamt eine Woche bis zum Freitag. Wir haben uns in der Zeit Bouillion und die Burg dort angesehen, und weitere Paddeltouren oberhalb Herbeumont und unterhalb von Bouillion unternommen. Die Semois haben wir als landschaftlich sehr schönen Wanderbach erlebt. Es gibt zumeist keine Straße direkt im Flusstal, so dass man sich sehr schnell weit abseits der Zivilisation fühlen kann.

Beim GOC-Treffen in Wertheim, ein paar Tage nach der Fahrt habe ich unsere Tochter gebeten mit ihren neuen Freunden doch mal aufzuschreiben, wie sie den die Tage in Belgien erlebt haben.
Ihre Eindrücke im Original,…. siehe oben bei den Bildern

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