Über Sohlschwellen und durch enge Kurven - Im Oktober ´10

Veröffentlicht: 31. Oktober 2010

Bei herrlichem Sonnenschein
treffen wir in Mantinghausen ein.
Thomas, Friedrich, Roland, Peggy und Knut
stoßen im Laufe des Nachmittages dazu.
Sven und Peter kommen erst in der Dunkelheit,
und kurz darauf steht auch ihr Zelt bereit.

Morgens müssen wir uns beim Frühstück nicht beeilen
und können dabei in Ruhe die Zuständigkeiten verteilen:
Wer fährt mit wem und auf welches Autodach
Werden welche Boote gepackt?
Wir haben heute noch Zuwachs bekommen,
Guido hat sich ebenfalls Zeit für die Lippe genommen.

Schließlich setzt sich unter strahlender Sonne
in Bewegung unsere kleine Kolonne.
Bevor wir in Sande endlich einsetzen können,
müssen wir erst mit den Booten über die Straße rennen.

Schön ist es, wieder auf dem Wasser zu sein.
Nach und nach finden wir uns an der Slalomstrecke ein.
Auch Sven ist inzwischen soweit
und steht oberhalb bereit,
den kleinen Parcour hinab zu sausen
mit kurzen Kehrwasserpausen.

Jetzt können wir gemeinsam starten,
und der erste Schwall lässt nicht lange auf sich warten.
Im Kehrwasser wird eingeparkt,
bis der Letzte die Stufe hinter sich hat.

Heute wird das schönste Stück der Lippe gefahren.
Ab Sande hat die sich zwischen Feldern und Wiesen ihr Bett gegraben.
Weiden dehnen sich an ihren Ufern aus,
strecken z. T. weit über das Wasser ihre Äste heraus.
Die Lippe springt spritzig und munter
Bis Boke einige Sohlstufen hinunter.

Links mündet die kleine Heder
und kurze Zeit später
rasten wir am Wehr.
Darüber freut sich Sven wieder sehr,
kann er sich hier wieder ordentlich austoben,
beim Surfen den Wildwassercanadier ausloten.

Noch ein paar Kurven und Paddelschläge,
ein Brückenschwall bringt auf dem Wege,
nochmals ein wenig Geschwindigkeit,
und schon ist es soweit.
Wir haben es mal wieder geschafft
und erreichen wohlbehalten den Platz.

Nach diesem überaus schönen Tage
stärken wir uns abends mit einem Grillgelage.

Nicht ganz in der Ferne
liegt die einstige Mühle in Verne.
Hier starten wir auf der Heder unsere Tour.
Die Paddelstrecke hat zwar nur
4,5 km, ist dafür aber sehr kurvenreich,
und eine Wegebrücke veranlasst bereits
nach einigen Paddelschlägen,
die Boote aus dem Wasser zu heben.

Nach kurzem Umtragen setzen wir die Boote wieder ein
und sind auf dem Flüsschen ganz allein.
Von den Weiden schaut nur ab und zu
ganz erstaunt die ein oder andere Kuh.

Eilig hat es die Heder nicht.
Auf ihrem Weg durchbricht
ein verfallenes Wehr ihre Gemütlichkeit
und macht sie etwas munter.
Spritzig geht es den Minischwall hinunter.

Das Buschwerk wird dichter und rückt beiderseits fast bis zur Mitte.
Jetzt ist es nicht mehr weit bis zur Mündung in die Lippe.
Auf den letzten hundert Metern wird es teilweise sehr eng,
doch wir haben uns gut durchgezwängt
und brauchen die Säge nicht zu benutzen,
um die Büsche wie im Frühjahr zu stutzen.

Kurz vor dem Ziel- wie soll’s anders sein –
legen wir natürlich am Wehr eine Pause ein.
Nach einem letzten Spaß in desen Wellen
Müssen wir uns der bitteren Wahrheit stellen:
Wieder neigt sich eine schöne Kanutour
allmählich dem Ende zu.

von Sylvia Koch

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