Kürbisausfahrt 2012

Veröffentlicht: 05. November 2012

Kürbisfahrt  2012

 

Sollte es dieses Jahr doch noch klappen am ersten
Oktoberwochenende die dicke Staubschicht, welche sich mittlerweile auf unserem
Familiendampfer angesammelt hat, abzuwaschpaddeln? – Es sollte :-)!

Da Familien- bzw. Wanderausfahrten, mit Elementen die auch
für Kid’s interessant sein könnten, im GOC-Ausfahrtenkalender nicht soooo
zahlreich vorkommen, war ich umso dankbarer, dass Ulrike und Michael diese
Herbsttour organisierten.

Als Paddelregion bzw. Campsite hatten Sie sich das Elsass
kurz hinter Strasbourg ausgesucht. Da Michael hier seiner guten Ortskenntnis
nach so was wie Heimvorteil besaß, war die ganze Logistik bei Ihm in sehr guten
Händen. Selbst, dass der geplante Zeltplatz wegen Saisonschluß kurzfristig vor
Ausfahrtbeginn umdisponiert werden musste, brachte unsre GOC-Planer nicht aus der
Ruhe und schnell fand Uli einen netten Elsässischen Bauernhof mit Campingwiese
als Ausweichquartier.

Alles im Griff, galt allerdings nicht für alle. Dem Umstand
geschuldet, dass aller Planung nach, diese Tour für mich samt family nicht nur
Saisonabschluß werden würde, sondern auch Abschiedstour von unsrem treuen
Opilibus (VW T3-Camper), welcher uns seit GOC-Beitritt treue Kanu-Transport und
Logi-(stik)dienste geleistet hatte, waren wir recht armselig bestückt. Kein
Salz, kein Öl, keine Butter, usw. …:-( oh Man(n) wenn wir Uli nicht gehabt
hätten – Merci!

Aber mal der Reihe nach,

Anreise:

Weil halt super spät am Freitag in die Gänge gekommen,
deutete alles auf eine nächtliche Zeltaufbauaktion hin, was dann auch so kam.
Dankenswerterweise wurden wir hierbei nicht allein unserem Schicksal
überlassen, denn kaum waren wir auf den Platz gerollt, waren auch Gabi und
Björn eingetroffen und wir konnten um die Wette aufbauen.

Die Vorstellungsrunde an Gabi’s gemütlicher Feuerschale,
ergab für GOC-Verhältnisse ein erstaunlich niedriges Durchschnittsalter. Das
war ebenfalls ganz klar Uli und Michael geschuldet, den sie hatten gleich ja 5
Kids mitgebracht, wenn auch nicht alle aus eigenem Hause. Mit unsren 2ein und
meiner lieben Ute, war unser Kürbisfahrt-Team damit komplett. Ein wenig schade,
es hätten gern mehr sein dürfen, dachte ich, denn in Erinnerung an Ostern 2011
fand ich das Miteinander unter unseren GOC-Kindern damals eine tolle Sache.

Paddeln:

Ach ja, deswegen waren wir ja da. Michael hatte verschiedene
Optionen im Kopf. Umgesetzt haben wir eine feine Tagestour auf der Ilm von Illhaeusern
bis kurz vor Sélestat, wodurch sich mein kleiner Paddelgewässerhorizont wieder
um ein tolles Flüsschen erweitern sollte. Waren auch die Wetterprognosen im
Vorfeld nicht so prickelnd, so wurde uns ein wunderbar sonniger Paddeltag bei richtig
warmen, spätsommerlichen Temperaturen geschenkt. Allein der etwas dunkle
Westhimmel erinnerte uns an den angekündigten Regen, der aber (an diesem Tag) gänzlich
ausblieb. Eine schöne und auch gut ausgewiesene Einsatzstelle machte vor
Illhaeusern deutlich, dass hier des Öfteren Paddelfreunde unterwegs sind. An
diesem Tag waren auch die GOCler nicht alleine auf dem Fluß, noch eine andere
Gruppe aus der deutschen Heimat wagte sich auf den gleichen Paddelweg. Den
Charakter des Flüßchens und der Strecke würde ich mit der mir bekannten
Fränkischen Saale vergleichen, allerdings brauchten wir bis Sélestat keine
Protage machen, auch die Strömung empfand ich als etwas flotter. Der Verlauf
schlängelt sich hinter Illhaeusern abseits von lauten Straßen durch Wald und
Feld, und ließ immer wieder tolle Blicke auf die nahen Vogesenausläufer mit
ihren Bergen und Burgen zu. Die wirklich ungewöhnlich warme Luft ließ dann auch
eine kleine Kenterung einer unserer jungen Kanutinnen nicht zum Thema werden. Die
Kids brachten mir ein bisher, zumindest dem Namen nach, unbekanntes „Wurfsack
schmeiß Spiel“ mit viel Engagement und Wasser nahe, und nicht zuletzt, denke
ich, war es ein besonders Highlight für Uli, dass sie ihre erste Solotour wagte,
die Sie wirklich bravurös durchgezogen hat – chapeau-Uli!

Zwischenzeitlich machten wir nette Rast auf einer kleinen
Insel. Iniziert vom GOC-Jugendwart Michael, kam nun durch ein kleines
Lagerfeuer auch für unsere Jungs, Fabian, Lukas und Jonatan das Richtige
Robinson Feeling auf. Sie versuchten sich sogleich hartnäckig beim Fische
fangen, kamen dann aber irgendwann nur mit nem alten Autoreifen an … na ja vielleicht
nächstes Jahr…. Die 3 Mädels beschäftigte dagegen ihr aktuelles Schulprojekt „Wie
baut man eine einfache Apfel-Presse“, welches unter uns echten Männern
fachlich, sachlich und intellektuell untersucht wurde. Allerdings hatte
zugegebenermaßen Uli dann eine supereinfache Idee. Was einem nicht alles bei so
‘nem Picknick einfallen kann…J
Ich hoffe ihr hattet mit der Idee guten Erfolg!?

Das Beste soll man sich doch immer für den Schluß aufheben.
So dachte sicher auch Michael bei der Fahrten-Planung, dass ein Abschluss mit `ner
Kanuslalomstrecke doch ein tolles BonBon für die etwas aktiveren Paddler gewesen
wäre. Leider konnte er aber nicht wissen, daß die französischen Paddelkollegen
ihre Saison bereits beendet hatten und zur Zeit die Slalomstrecke für Reparatur
bzw. Umbauarbeiten trockengelegt war. So endete unsre Samstagtour kurz vor
Sèlestat, dort am Wehr wo sonst das Wasser für die Slalomstrecke abgezweigt
wird. Ende? Nicht wirklich! Zwar hatte das Steinwurf-Wehr eine für mich beachtliche
Höhe (schätze so ca.2m), aber da es recht langgezogen ist und rechtsseitig eine
erkennbare Befahrungsmöglichkeit zu sein schien, haben Frau und Mann, denen das
Paddeln bisher zu beschaulich war nicht lange gefackelt und sich in die Fluten
gestürzt. Allen voran Gabi, Michael und einige Kids. Bald waren auch die Autos
wieder nachgeholt und der gemeinsame Abend konnte kommen.

Kürbisfahrt-Häh?

Ok, Kürbisse hatten Michael und Uli nicht versteckt, geht
mit Ostereiern bedeutend einfacherJ.
Aber jetzt kam der Moment der Namensgebung. Mit viel Kreativität und jugendlichem
Elan wurden die vom Planer-Duo mitgebrachten Kugel-Gewächse ausgehöhlt, bearbeitet
und mit Kerzen bestückt und anschließend zur Absicherung gegen elsässische
Regengeister rund ums Lager postiert. (vorab, das mit den Regengeistern war
wohl eher kontraproduktiv).

Schlemmen im Elsaß:

Was wäre eine Familien Ausfahrt ohne gemeinsames Kochen und
Essen – noch dazu in Frankreich? Geht gar nicht, ergo wurde unter Ulis
Anleitung eine superleckere Kürbissuppe kreiert, kredenzt mit lecker Baguette
und vin rouge (nur für die Senioren) begann das große Schlemmen, leider kann
ich die genaue Speise-Abfolge nicht mehr ganz rekapitulieren, jedenfalls waberte
irgendwann unwiderstehlicher Waffelduft durchs Lager, wodurch vor allem unsere
Kids angezogen wurden. Das hat Björn nebst Waffeleisen mithilfe von Gabis
Feuerschale so perfekt hingezaubert, dass man ihn vielleicht als GOC-Chef de Pâtissier
vorschlagen sollte … oder krieg ich dann Ärger mit der Pfannkuchen-Abteilung?
Ach lassen wir diese müßigen Gedanken, den es folgten zu später Stunde noch eine
Batterie Schokobananen, die zwar auch bei der jüngeren Klientel Anklang fanden,
einige Senioren mussten an dieser Stelle, aber bereits das Kalorienhandtuch
werfen. Kurzum uns ging‘s richtig gut.

Wetter und so..:

Bis, ja bis zu später Stunde die liebe Valerie durch
Elternhand entführt wurde, um sich am Sonntag ihren Schulvorbereitungen widmen
zu können zu dürfen zu müssen:-(. Oh große Trauer… kaum waren sie weg, kam der
Regen. Und der blieb leider auch bis Sonntag Morgen, so dass wir uns
entschlossen, lieber etwas entspannter die diesjährige Kürbisausfahrt zu
beenden, als auf Biegen und Brechen noch eine Tour durchzuziehen. Eine gute
Entscheidung, so kamen hoffentlich alle gut, gesund, entspannt und mit guten
Erinnerungen am Sonntag Abend wieder zuhause an, mit entsprechender Motivation
für die nächsten Familien Events des GOC. … Es dürften gerne noch etwas mehr
Familien sein:-)

Fazit:

Diese, wie alle anderen Familienausfahrten, sind eine feine
Sache für Familien mit Kindern aller Altersklassen um Kontakte zu knüpfen und
zu pflegen. Vor allem bieten sich hier für Kids Möglichkeiten sich mal mit etwas
Distanz von den Eltern auszuprobieren. Sei es, dass sie einfach mal Solopaddeln
probieren, spontan ein eigenes Team bilden, andere Boote ausprobieren können
und/oder durch andere Kids mehr Paddel-Motivation erhalten, was wir als Eltern
so gar nicht hinbekommen würden. Die Familienausfahrten sind eine super Sache! –
Ein dickes Danke hier im Besonderen an Ulrike und Michael für ihr tolles
Engagement in dieser Sparte des GOC.

Kürbisfahrt 2012, wir waren dabei:

Ulrike, Michael, Gabi , Björn, Fabian, Marie, Lukas,
Valerie, Jonatan, Melanie, Natalie, Ute und

Jürgen

Autor

Ausfahrt

Donnerstag, 3. Oktober 2019 bis Sonntag, 6. Oktober 2019

Kürbisausfahrt

Ill (Elsass)
  • Anreise
  • Kürbisausfahrt 2012
  • Strandgut: Herbst-Mosaikjungfer
  • Bootstester mit Trainer
  • Valerie
  • Naturforscherin
  • Unter Beobachtung
  • Kürbis kreativ
  • liquid scenery an der Ill
  • Lukas der Erste
  • Fabian
  • Gänsebraten oder lieber Kübrbissuppe?
  • Nachwuchs-Team
  • Marie, Werner und Valerie
  • Björn
  • BinA
  • Gabi
  • Ill Seitenarm
  • Trainer
  • Lukas der Zweite
  • Ade treuer Opilibus

Neuen Kommentar hinzufügen