Maria Himmelfahrt Ausfahrt im August 2013

Veröffentlicht: 18. August 2013

Da ich nicht das Glück hatte den Brückentag auszunutzen, stoße ich am Samstagmorgen zu der Truppe. Gerade Rechtzeitig zur Abfahrt (Pünklich um 5 vor 10!) treffe ich in Trimburg am Zeltplatz, direkt an der Saale, ein um schnell die Tagestour Gepäckstücke umzuladen, ins elterliche Auto einzusteigen und ab zur Einsatzstelle zu düsen. Heutige Tour von Bad Bocklet nach Bad Kissingen.

 Das Wetter zeigt sich noch etwas bewölkt doch die Prognosen sind gut, also gehts los. Mit ca. 10 Booten auf dem Fluß und niedrigem Wasserstand ist nicht viel Platz aber so bleibt die Truppe kuschlig eng zusammen. Der Sturm der vor 2 Wochen gewütet hat, hat seine Spuren mehr als deutlich hinterlassen, man kommt sich vor wie im Dschungel: Schlangenlinien fahren um den ins  Wasser ragenden Büschen, Ästen und Bäumen auszuweichen trainiert die Technik hervorragend. Ein Schwällchen hier und da versüßt die Fahrt. Das zweite Wehr verspricht eine gute Gelegenheit zum Surfen, doch soweit kommt es gar nicht und meine Mühen entgegen der Strömung bis an die Walze werden mit den ABSTELLEN des Wehres belohnt *grrr* und da das Wasser eh nicht so hoch ist, sind auf dem Rückweg plötzlich Steine die da vorhin noch nichts so hoch rausgeguckt haben: Mist! wenn einem einfach so der Wasserhahn zugedreht wird! Flußabwärts kann man am Ufer dem sinkenden Pegelstand förmlich zuschauen (immerhin fast 30 cm sinkt der Wasserstand), doch es bleibt immer noch genug Wasser für uns  übrig :-). Die Heutige Strecke ist extra ein bisschen kürzer gewählt

1. da die gestrige Strecke 6 Paddelstunden Abverlangt hat und

2. die Kräfte für das abendliche Mahl gespart werden müssen.

Daher wird die Mittagspause ganz bequem auf dem Fluß abgehalten, man lässt sich treiben und beißt genüsslich in sein Brot. Eine kleine Baumüberquerung und der Rest der Strecke gleitet gemütlich dahin. In Bad Kissingen wird direkt an der Saline ausgesetzt und wer die Boote fertig zum Abtransport hat vertreibt sich die Zeit bis die Autos kommen mit einem kleinen "Kurausflug". Bitte recht TIEF einatmen und die gute Soleluft genießen, das tut der Lunge gut und erfrischt in der jetzt doch ordenlich scheinenden Sonne.

Wieder auf dem Zeltplatz wird die Zeit bis zum Essen unterschiedlich genutzt. Manch einer ruht sich noch ein bisschen aus von den vergangen Tagen oder macht sich frisch, doch ich entdecke eine Strohzielscheibe *hehe*: Da ich noch voller Tatendrang bin hol ich den Bogen und die Pfeile aus dem Auto und lege eine kleine Übungsstunde ein. Vater Jürgen und Sohn Jens versuchen sich auch an ein paar Schüssen und sind gar nicht mal schlecht (wobei der Sohn hier den Papa ganz schön alt aussehen lässt:-). Dann ist es endlich soweit .... um 18 Uhr Aufbruch zum lang ersehnten Abendmahl. Der Tisch ist reserviert und alle sind motiviert. Zu Fuß macht man sich auf nach Engental und in einer guten halben Stunde kommt der Gasthof "Zur Linde" in Sicht. Alles ist für uns vorbereitet und wartet auf uns, die Mägen knurren schon. Das Essen wird Platten-und Töpfeweise aufgetragen und das Buffet ist eröffnet. Der Kroate hält seine Versprechungen: Es schmeckt hervorragend! Was wir nicht aufessen wird in vorsorglich mitgebrachten Dosen verstaut und aufbewahrt (man weiß ja nie). Zum Glück geht der Heimweg bergab, also brechen wir in der Dämmerung auf und endecken sogar einen Igel auf dem Gehweg. Der Tag klingt am heimischen Lagerfeuer gemütlich aus (dank des großzügigen Knobi im Essen, sind alle relativ sicher vor nächtlichen Blutsaugern, eine ordentliche Duftnote umgibt uns als schützende Barriere:-)

Der Sonntag beginnt mit gemütlichen Frühstück. Die Truppe hat sich etwas deziemirt, schon am Vorabend sind Franz mit Tochter Julia abgereist und jetzt macht sich auch Ralf auf und davon in Richtung der schwäbische Heimat. Da der Hunger von gestern Abend noch relativ gestillt ist, beginnt das Einpacken und Verpacken zeitig, doch die Örtlichkeiten verschieben die Abfahrt dann doch bis in den Mittag. Heut ist noch einmal ein kleine Strecke von Bad Kissingen bis Euerdorf geplant.

Zusammen mit einem Schwung "KanuverleihTouristen" setzten wir unterhalb von Bad Kissingen ein und sparen uns so die Blicke der Kurgäste und diese "nervigen Paparazzis" im Kurpark. Auch hier zeigen sich Auswirkungen des vergangenen Sturms, die sonst eher ruhige Strecke lässt uns heute mächtig ins Schwitzen kommen, mindestens 4 Bäume versperren fast gänzlich den Fluss. Baum eins lässt sich knapp überwinden, beim zweiten Hindernissbaum ist bei unserer Ankunft schon ein Verleihboot den Fluten zum Opfer gefallen (zum Glück nichts ernsthaftes) . Da wir zu faul sind den Landweg einzuschlagen und wir entsprechende Ausrüstung mitführen, sägen wirs uns den Weg frei. Nach gut 15 Minuten Ritsche-Ratsche ist eine kleine Fahrrinne wieder hergestellt und es geht weiter. Doch nicht Weit ...

Unserem Zeltplatzeigentümer/Bootsverleiher "Uferblick" wurde kurze Zeit vorher ein Boot nicht wieder zurückgebracht, welches wir nun vor uns sehen konnten,... nun ja zumindest die Teile davon die aus dem Wasser ragten. Die nicht ganz ungefährliche Stelle kurz vor einer Kurve war für uns Profis zwar zu meistern, doch bei so einem Anblick wird einem wieder mal ins Gedächtnis gerufen, dass selbst bei Niedrigwasser ein Fluß sau gefährlich sein kann. Trotz mitgegebenen Bergungshilfen (Seil und Messer) des Eigentümers: Keine Chance zur Rettung. Ein Anruf mit Ortsangaben und Beweisfotos müssen reichen, hier hilft nur schweres Gerät. Der Rest der Strecke verläuft nach sovielen Baumquerungen relativ spektakulär los ab, das Niedrigwasser lässt zwar einige schöne Kehrwasser auftauchen doch einsetzter Regen treibt uns voran. Die Aussatzstelle ist schnell erreicht und nachdem alles verstaut ist werden die Vesperdosen vom gestrigen Abend nochmal ausgepackt und der Rest des opulenten Abendmahl mit Brot und Brötchen verschlungen (davon hält uns auch kein leichte Regenschauer ab). Ohne Reste und zum zweiten Mal gut satt geworden, wird sich verabschiedet. Meine Eltern bringen mich zu meinem Auto und nach einer kleinen Berichterstattung beim Campingplatzbesitzer über den Bootsfund verstreut sich der Trupp endgültig wieder in alle Heimatsrichtungen.

Wiedermal geht ein schönes Wochenende einer GOC-Ausfahrt zu Ende!!!

Eva Helfrich

  • Hoch oben thront die Trimburg über dem Zeltplatz
  • Im Kehrwasser
  • so kann es weiter gehen
  • Franz in fahrt
  • Wann kommt der Rest?
  • Beobachter
  • Minikurs für die Frau des Bootsverleihers
  • Franz der Katzenflüsterer
  • Aufbruch zum Abendmahl
  • Endlich ESSEN!
  • Mhmmmmmmm
  • Der Nordmann (alias Nobbi) uns sein treuer Hund Cajus
  • Ein echter Wachhund
  • Ordnungshaufen, das muss alles in die Autos
  • Baum vorraus
  • Die Arbeit beginnt!
  • Attacke!!!
  • mann(frau) sägt ...
  • da wird so manches angeschwemmt
  • Durchfahrt FREI
  • dass Flutscht
  • für Solos eh kein Problem
  • Suchbild: Wo ist das Kanu?!?
  • Abgesoffen
  • verzwickte Stelle
  • Abschlussfoto Sonntag

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