GOC Treffen Oder von hasenfressenden Mäusen bis schmelzenden Ofenrohren

Veröffentlicht: 13. Mai 2014

Uli und Kinder Schatz-Kunze hatten beschlossen, wenn das nächste Treffen so wird wie das letzte dann gehen wir da nie wieder hin. Wenn also was perfekt werden soll muss man es selber machen und nicht immer sagen: "man müsste mal".
Das diesjährige Treffen wurde nun also organisiert von Uli und Michael, war mit 116 Übernachtenden das bestbesuchteste Treffen überhaupt und war auf ganzer Linie ein voller Erfolg. Wetter war super, geregnet hat es nur nachts ein wenig, Händler boten verschiedene Boote und Paddelzubehör zum Testen an, man konnte Paddel und Ofen mit Zubehör für´s Tippi kaufen oder sein eigenes Holzboot bauen (nicht direkt am Treffen!). Es wurden insgesamt drei Diavorträge vorgeführt: Schweden, Kanada und Mongolei.
Zusätzlich bestand das Programm weiter aus: Kurs für Steuerschlag und Poling; Workshop Slalom; Flohmarkt; Ostereierfärben, Messerschmieden und T-Shirts bemalen für Kinder; Ausfahrten auf der Nahe, Glan und Main; gemeinsames Lagerfeuer.... Die Beteiligung an der Jahreshauptversammlung war sehr groß. Für´s leibliche Wohl sorgte morgends der Semmelservice, dann gab es Lasagne, Kuchen, Waffeln und Spießbraten. Sogar für Vegetarier war gesorgt.
Der Semmelservice gestaltete sich anfangs ein wenig schwierig, da der Bäcker ab ein Uhr nachts alles backte, was als Auftrag aus seinem Faxgerät kam. Natürlich brauchen GOC-Mitglieder etwas länger um sich einzutragen, so dass Uli erst sehr spät zum faxen kam. Macht nix, muß ja erst bis spätestens halb zwölf nachts da sein. Aber woher nun ein Faxgerät nehmen!?! Alle Tippis waren leider ohne Faxanschluß, also erst mal los zur Tanke. Die faxen nichts privates, Restaurant hatte nur Email, Hotel war schon zu, also letzte Alternative: Polizei, dein Freund und Helfer! Aber da sind zwei Jungs draußen und rauchen! Bremse rein, mit quitschenden Reifen zurück, ja die Jungs vom roten Kreuz helfen gern und faxen die Liste. Ist auch kein Problem,der junge Mann hatte die nächsten Tage auch noch Dienst, wir dürfen wiederkommen. Das war natürlich eine Abmachung auf gegenseitigen Vorteil, Uli durfte faxen und der Rotkreuzmann bekam mal eine Waffel oder eine Lasagne.
Der Osterhase lagerte seine Hasen für die Kinder im Bootskeller bis zum Verstecken ein. Das war wohl keine so gute Idee. Die dort ansässigen Mäuse hatten auf diese Weise auch Ostern und nagten drei Hasen an.
Eine lustige und gleichzeitig gefährliche Geschichte mit Happy End gaben die neuen Ofenrohre von Burkhardt ab. Da das Tippi über den Winter offensichtlich gewachsen war, mussten zwei Verlängerungsrohre her. Im Baumarkt gibt es funkelnde Abgasrohre aus Aluminium. Die wurden gleich mal unten an den Ofen gestöpselt und ausprobiert. Leider zieht der Ofen wie Hölle und es muss ja auch ordentlich Holz rein sonst wird die Hütte nicht warm und der Kaffee nicht heiß. Plötzlich verflüssigte sich das unterste Rohr, der Ofen kippte zur Seite weg, die oberen Rohre sausten an der Tippistange entlang nach unten, dockten auf dem geschmolzenen Alu wieder an und waren fest. Burkhardt fand den Einwand von Uli, die grade im Eingang stand auch nicht grade hilfreich:“ Wieviel vegetarische Lasagne soll ich denn jetzt für euch bestellen?“ Man muss sagen, es ist von Vorteil eine lustige wokähnliche Unterlage für den Ofen zu haben, die im Notfall umfallende Öfen sichert. Etwas schwieriger war es da schon, das festgepappte Ofenrohr wieder abzuklopfen. Nun mussten natürlich erst mal zwei neue Ofenrohre her, da sonst die drei Damen, die am nächsten Tag anreisten, bestimmt gleich wieder abgefahren wären. Reichte schon der Spott der eigenen Tochter, die leider eine Nacht im kalten Zelt schlafen musste, weil Burkhardt erst am nächsten Tag soweit war, sich bei Georg ein „Orginal“-Rohr zu holen. Das geht natürlich auch nicht ohne Spot ab, bis dahin wusste praktisch jeder Bescheid und Georg kam gleich per Drahtesel zu uns hinter gefahren, um alles genau in Augenschein zu nehmen. Mein Vorschlag, das zu machen wie beim Überrschungsei und jedes siebte Rohr in Alu zu liefern wurde leider nicht angenommen.
Der Slalom der zum Spaß aller an der Slalomstrecke abgehalten wurde, war ein großer Erfolg. Um für jeden die gleichen Voraussetzungen zu schaffen, liehen wir zwei Schlauchkanadier (Vielen Dank an unser Mitglied Brandl Canoe), die dann natürlich auch schnellstmöglich wieder mit Bootswagen nach oben brausten um die nächsten Teams aufzunehmen. Gewertet wurde jedes gefahrene Kehrwasser ohne Seilfähre ohne Zeitabnahme. Dadurch erreichten wir noch einige weitere Nachmeldungen unten an der Strecke, nachdem man sich das dort erst mal live ansehen konnte. Teilgenommen haben 19 Teams in wechselnder Besetzung, mit Kindern, gemischt, ein Frauenboot und ein Kajakteam vom ortsansässigen Verein. Die höchste Zahl an gefahrenen Kehrwässern war 16, die niedrigste 6, erschwert wurde die ganze Geschichte, weil manche Teams zusätzlich sich selber, das andere Team oder Kajaker retten mussten. Zuschauer wie Bootsbesatzung hatten sehr viel Spaß an der Sache. Wir hatten auch sehr viele Zuschauer, da die Slalomstrecke direkt im Kurpark liegt. Abends gab es dann eine kleine Siegerehrung: Gewinner mit 16 Kehrwässern Norbert und Frederik.
Das GOC Treffen schloss jedoch mit der Jahreshauptversammlung noch lange nicht ab. Mehrere Mitglieder hängten noch ein paar Tage dran, bildeten noch Gruppen für Ausfahrten, Lagerfeuer sitzen und Eisessen gehen. Dieses Treffen war super organisiert, nochmal vielen herzlichen Dank an Uli und Micha. Dennoch merkte man auch hier, es wäre schön, wenn man diese Arbeit bereits im Vorfeld auf mehrere Schultern verteilen könnte und Mitglieder sich freiwillig auch beim Treffen bereit erklären würden zu helfen ohne dass man lange betteln muß.

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