Wanderpaddeln zu Pfingsten – die Loire (2019)

Veröffentlicht: 29. September 2019

Fortsetzung der Wanderfahrt Loire:

Dieses Jahr mit dabei waren:

Rüdiger, Anna-Marie, Johann, Anika, Paula und Frieda, Jörg und Emma, Roland, Sabine,Daniel, Florian, Benjamin, Georg und Jürgen.

Flussstrecke: Fkm 379 (Diou) bis Fkm458 (Nevers) (sh. letzte Bilder)

Wie bereits vor einem Jahr, machte sich auch heuer, in Zeit vom 09.06.-15.06.2019, eine kleine Gruppe unerschrockener GOC´ler auf die Reise die wilde Flusslandschaft der Loire im Herzen Frankreichs unsicher zu machen.

Wobei die kleine Gruppe gegenüber 2018 um 2 Boote gewachsen war. Neue Menschen, neuer Flussabschnitt, anderes Wetter und Wasserstand = neues Abenteuer :-)

Im Rückblick auf diese Paddelwoche war es insgesamt, vielleicht etwas feuchter von oben als 2018, aber es gab auch immer wieder lange sonnige Abschnitte. Aufgrund vorhergehender Regenschauer teilweise atemberaubende Regenbögen auf der Kiesbank - einfach Bombe!

Mit wesentlich weniger Wasser als letztes Jahr gab es paddeltechnisch die Herausforderung mit den schweren und tief im Wasser liegenden Booten die seichten Kiesbänke frühzeitig zu erkennen und möglichst zu meiden.... klappte auch meist ;-). Interessant war gleich zu Beginn bei Diou den Felsriegel bei Niedrigwasser zu sehen, an dem im letzten Jahr ein Kanadier einer anderen Paddelgruppe verklemmte und von der Wasserkraft völlig zerstört wurde. Wo letztes Jahr nur ein breiter Fluss zu sehen war, ragte nun eine Felsbarriere gut 30-40cm aus dem Wasser. Den schmalen Durchstich wollten wir mit den schweren Booten nicht fahren. Durch geschicktes Treideln konnten wir uns aber langwierges Umtragen sparen.

Die Loire hat auch zwischen Diou und Nevers den gleichen Charakter wie wir es bereits vom letzten Jahr kannten. Weitgehend unberührt, unverbaut, viele Kiesbänke, selten Ortschaften direkt am Fluss. In dieser Woche begegneten uns vielleicht 4-6Boote auf dem Fluss, mehr nicht.

Eigentlich wollte Rüdinger ursprünglich eine länger Strecke schaffen, aber für ihn war ein anderes Abenteuer geplant.

Eine anfangs unscheinbare kleine Verletzung am Finger entwickelte sich zu einem ernsthaftem Problem für ihn. Sonntags ging die Tour los, am folgenden Mittwoch waren seine Schmerzen so strark das er unbedingt ärzliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.So machte er sich mit Anna-Marie zu Fuss in Richtung Kkh Decize auf die Reise. Letztendlich die richtige Entscheidung, Er mußte bis Ende der Tour dort bleiben.

So gab es also heute Paddelpausentag! Aber langweilig wurde es nicht. Der böige Wind veranstalltete zum Beispiel den Workshop "fliegende Zelte" (da blieb Johann aber ganz coo, sh.Foto).

Donnerstags trennte sich unser Gruppe, Jörg+Emma und Roland und Sabine mit den Jungs fuhren weiter Richtung Nevers. Der Rest machte nochmals einen faulen Tag auf der Kiesbank da Anna-Marie nochmal Rüdiger in Dezice besuchte.

Am Freitag wollten wir versuchen die kpl. Strecke nach Nevers zu schaffen, was wir mit Hilfe von Georgs-Segelkonstruktion und etwas Rückenwind und viel Schmackes letztlich auch schafften.

Glücklicherweise half uns Roland´s Bruder(?) bei der Rückholung der Autos. Und am Sonntag durfte dann auch Rüdiger endlich wieder raus aus dem Kkh in Dezice.

Fazit:

Es gab wieder viele tolle Momente, aber mein Highlight dieser Tour war, wie entspannt und unaufgeregt wir es managen konnten, daß der eigentliche Organisator der Tour plötzlich ausfiel. Die Situation war sicher ernst, eskalierte aber zu keinem Zeitpunkt. Ich denke hier hat es sich ausgezahlt, daß Georg mit Fam. Tonojan schon seit Jahren immer wieder Touren unternimmt uns man(n) (frau) sich aufeinander verlassen kann.

Schön wenn Freunde da sind, wenn man sie braucht.

Natürlich ist diese Ruhe im Sturm mit der großen Erfahrung derer geschuldet, die solche "Abenteuer" öfters machen.

Aber jeder fängt mal klein an ;-)

 

Auf zum nächsten Abenteuer

Jürgen

 

 

 

 

 

 

Autor

Ausfahrt

Gewässer: 
Loire

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